Projektübersicht: BÜSTRA-Anlagen

Bild zum Beitrag

2006: Verkehrssignalsteuerung für vier LSA im Zuge der Wittekindstraße in Dortmund

Im Rahmen des Ausbaus der Stadtbahnlinie II wurden im Straßenzug Wittekindstr. – Krückenweg
Vier Lichtsignalanlagen (LSA) neu gebaut bzw. aufgerüstet.

Als Besonderheiten sind folgenden Punkte zu nennen:

  1. Der Verkehr soll mit einer Ausnahme aufgrund der geringen Knotenpunktabstände mit 4 koordinierten Signalprogrammen unterschiedlicher Leistungsfähigkeit geregelt werden. Die Auswahl der Signalprogramme erfolgt entweder nach einem festen Zeitenplan durch die Funkuhren in den Steuergeräten oder aber später durch eine Zentrale mit OCIT-Schnittstelle.
  2. Die LSA 0460 Krückenweg/Johann-Hasselkuß-Weg dient nur zur Sicherung der Ein- und Ausfahrt der Bahnen (Bedarfsanlage) und wird daher mit einem vollverkehrsabhängigen Einzelsteuerprogramm betrieben.
  3. An der LSA 0318 Rosemeyerstr. und LSA 0128 An der Palmweide werden die Bahnen von der Bahnsignalanlage (ES-Anlage) gesteuert. Die Signalprogramme der Straßenverkehrssignalanlage (VS-Anlage) sind daher BÜSTRA-tauglich.

 

Bild zum Beitrag

2006: Clemens-August-Straße / Bahnseitenweg – Carl-Schurz-Straße in Brühl

Am Knotenpunkt Clemens-August-Str./Bahnseitenweg – Carl-Schurz-Str. wird der Verkehr durch eine Licht-signalanlage geregelt, die wegen der Nähe zum Bahnübergang über die Clemens-August-Str. mit BÜSTRA-Funktionen zur Sicherung der Bahnfahrten ausgerüstet werden musste, d.h. die Steuerung der Bahn und des Fahrverkehrs erfolgen in Abhängigkeit voneinander nach den BÜSTRA-Richtlinien.

Für den Fahrverkehr in östlicher Richtung ist eine zusätzliche Schleife zur Zwischenzeitendehnung vorgesehen. Diese erlaubt eine erhöhte Zwischenzeit zu den nachfolgenden Richtungen, damit alle Fahrzeuge die das Signal bereits passiert haben sicher den Kreuzungsbereich und damit auch den Gleisbereich räumen können.

Aufgrund der weit abgesetzten Fußgängerquerung parallel zum Bahnseitenweg in der westlichen Clemens-August-Str. wurden besondere Maßnahmen zur Signalisierung nötig:

  1. Parallele Fußgängerfurten sind in der Regel zu rechtsabbiegenden Fahrzeugen bedingt verträglich. Das bedeutet, dass einbiegende Fahrzeuge in die Clemens-August-Str. zusammen mit der parallelen Fußgängerfurt ohne eine spezielle Signalisierung freigegeben werden könnten. Hier jedoch erfolgt die Fußgängerquerung erst nach 20m, so dass die Rechtsabbieger nicht mehr mit querenden Fußgängern rechnen müssen. Aus diesem Grund wurde ein Signal mit Rot-Gelb-Dunkel in westlicher Richtung erforderlich.
  2. Das Signal wird nur bei einer angeforderten Freigabe der Fußgängerfurt von Dunkel nach Rot gesetzt. Vor Abschaltung des Signals wird von den Zuflusssignalgruppen jeweils ein einstellbarer Versatz auf das Signal abgewartet, um den Bahnübergang möglichst frei zu halten.

Die während der Bahnfahrt dauerhaft gesperrten Signalgruppen werden in der Nachbeeinflussung bevorzugt freigegeben. Während dabei die Phasenfolge festliegt, kann der Grad der Nachbeeinflussung mit separaten Grünzeit-Werten eingestellt werden.