Projektübersicht: Planung von Mikrosteuerungen

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2009: L609n/B1 AS Nord und L609n/B1 AS Süd in Dortmund

Im Rahmen des Ausbaus der B1 wird zwischen den Anschlüssen Dortmund-Dorstfeld und Wittekindstraße eine zusätzliche Anschlussstelle mit der neuen L609n (NSIX) gebaut. Die beiden Knotenpunkte der Anschlussstelle müssen aus Gründen der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs mit Lichtsignalanlagen (LSA) ausgerüstet werden. Der Abstand der beiden Knoten beträgt rd. 240m. Bei stetigem Verkehrsaufkommen in der L609n muss daher die Signalsteuerung koordiniert erfolgen. Bei sporadischem Verkehrsaufkommen (z.B. während der Nachtzeit) wird mit vollverkehrsabhängigen Einzelsteuerprogrammen ein besseres Ergebnis erreicht.

Solange keine weitere LSA mit den beiden an der AS koordiniert werden müssen, wird bei stetigem Verkehrsaufkommen eine Regelung mit variablen Umlaufzeiten zum Einsatz kommen.

 

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2007/2008: Verkehrssignalsteuerung für 12 LSA in Kreuztal (B54/B508/L908)

Mit der Inbetriebnahme der Hüttentalstraße (HTS) zwischen Kreuztal und der A4 haben sich die Verkehrsverhältnisse in der B54/B508/L908 wesentlich geändert. Außerdem hat das Verkehrsaufkommen in den 15 Jahren seit der Planung der damaligen Verkehrssignalsteuerung erheblich zugenommen. In einer Voruntersuchung wurden die Möglichkeiten einer Verbesserung der Verkehrssignalsteuerung und der Anpassung an die zu erwartenden Verkehrsverhältnisse nach Freigabe der HTS untersucht.

 

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2006: Clemens-August-Straße / Bahnseitenweg – Carl-Schurz-Straße in Brühl

Am Knotenpunkt Clemens-August-Str./Bahnseitenweg – Carl-Schurz-Str. wird der Verkehr durch eine Licht-signalanlage geregelt, die wegen der Nähe zum Bahnübergang über die Clemens-August-Str. mit BÜSTRA-Funktionen zur Sicherung der Bahnfahrten ausgerüstet werden musste, d.h. die Steuerung der Bahn und des Fahrverkehrs erfolgen in Abhängigkeit voneinander nach den BÜSTRA-Richtlinien.

Für den Fahrverkehr in östlicher Richtung ist eine zusätzliche Schleife zur Zwischenzeitendehnung vorgesehen. Diese erlaubt eine erhöhte Zwischenzeit zu den nachfolgenden Richtungen, damit alle Fahrzeuge die das Signal bereits passiert haben sicher den Kreuzungsbereich und damit auch den Gleisbereich räumen können.

Aufgrund der weit abgesetzten Fußgängerquerung parallel zum Bahnseitenweg in der westlichen Clemens-August-Str. wurden besondere Maßnahmen zur Signalisierung nötig:

  1. Parallele Fußgängerfurten sind in der Regel zu rechtsabbiegenden Fahrzeugen bedingt verträglich. Das bedeutet, dass einbiegende Fahrzeuge in die Clemens-August-Str. zusammen mit der parallelen Fußgängerfurt ohne eine spezielle Signalisierung freigegeben werden könnten. Hier jedoch erfolgt die Fußgängerquerung erst nach 20m, so dass die Rechtsabbieger nicht mehr mit querenden Fußgängern rechnen müssen. Aus diesem Grund wurde ein Signal mit Rot-Gelb-Dunkel in westlicher Richtung erforderlich.
  2. Das Signal wird nur bei einer angeforderten Freigabe der Fußgängerfurt von Dunkel nach Rot gesetzt. Vor Abschaltung des Signals wird von den Zuflusssignalgruppen jeweils ein einstellbarer Versatz auf das Signal abgewartet, um den Bahnübergang möglichst frei zu halten.

Die während der Bahnfahrt dauerhaft gesperrten Signalgruppen werden in der Nachbeeinflussung bevorzugt freigegeben. Während dabei die Phasenfolge festliegt, kann der Grad der Nachbeeinflussung mit separaten Grünzeit-Werten eingestellt werden.