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Beseitigung einer Unfallhäufungsstelle

Als Unfallhäufungsstelle gilt eine freie Strecke oder ein Knotenpunkt dann, wenn innerhalb von einem Jahr fünf oder mehr Unfälle gleicher Art oder innerhalb von drei Jahren fünf oder mehr Unfälle mit Personenschäden passieren. - Beseitigung von UnfallhäufungsstellenBeseitigung Unfallhäufungsstelle

Die Identifizierung von unfallbegünstigenden Straßenbereichen und Verkehrsknoten ist der Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit der Behörden.

Die Feststellung von Straßenverkehrsunfällen sowie die Auswertung und Analyse der Unfälle erfolgt zunächst durch die örtliche Polizei im Rahmen der örtlichen Unfalluntersuchung. Eine aktuelle Unfallsteckkarte verdeutlicht anschaulich bestehende Unfallschwerpunkte.

Tritt bei einem Knotenpunkt eine Reihe gleicher Unfallarten oder -typen oder -ursachen auf, wird dieser Knotenpunkt als Unfallschwerpunkt oder auch Unfallhäufungsstelle festgestellt und wird dann an die sogenannte Unfallkommission weitergeleitet.

Die Arbeit in der Unfallkommission erfolgt gemeinsam durch die Polizei, die Straßenverkehrs- und die Straßenbaubehörden.

Sind durch die Kommission auffällige Örtlichkeiten als Unfallhäufungsstelle erkannt, müssen Abhilfemaßnahmen, wie z.B. die Signalisierung von Knotenpunkten aus Sicherheitsgründen, ergriffen werden, um nachhaltig die Situation zu verbessern.

An der Anschlussstelle A2 "Ostwestfalen/Lippe" wurde durch die Unfallkommission nach der positiven Beurteilung der Machbarkeit durch ein Verkehrsgutachten im Rahmen der Verkehrsplanung beschlossen, zwei Lichtsignalanlagen einzurichten.

Lichtsignalanlagen A2 "Ostwestfalen/Lippe"

Beseitigung der Unfallhäufungsstelle an der OstwestfalenstraßeLichtsignalanlagen A2 Ostwestfalen/Lippe Quelle:Google.

Projektbeschreibung Bad Salzuflen 

Die Ostwestfalenstraße in Bad Salzuflen ist mit gut 18.000 Kfz pro Tag belastet.

An der A2-Anschlussstelle Ostwestfalen-Lippe der Ostwestfalenstraße hatte es in der Vergangenheit immer wieder schwere Unfälle beim Abbiegen gegeben.

Durch zu viel Verkehr in den Einmündungen und dem so entstandenen Verkehrsdruck entstand eine Unfallhäufungsstelle zwischen ein- und ausbiegenden Fahrzeugen, ein Rückstau bis in die Abfahrtskurve, teils sogar bis auf die Autobahn, war nichts ungewöhnliches, wie man dem Verkehrsfunk entnehmen konnte. Daher forderte die Unfallkommission des Kreises Lippe Ampeln an der Anschlussstelle. Ein Fall für ein Planungsbüro für Verkehrstechnik.

Die Beseitigung der Unfallhäufungen und die Erstellung hoch leistungsfähiger Signalprogramme an den beiden Knotenpunkten war die Aufgabe, der wir uns stellten.

Dies setzten das Ingenieurbüro Geiger & Hamburgier planerisch mit einer verkehrsabhängig koordinierten Steuerung mit variablen Umlaufzeiten um. Im Vergleich zur sonst üblichen koordinierten Steuerung mit festen Umlaufzeiten, kann sich die Steuerung hierbei optimal dem aktuellen Verkehrsaufkommen anpassen, der Stauraum zwischen beiden Lichtsignalanlagen an den Anschlussstellen wird bestmöglich freigehalten.

Aufgrund der zeitweilig hohen Verkehrsbelastung wurden zur Vermeidung und Früherkennung von Rückstau auf die Autobahn eigens konzipierte Staufunktionen für die Signalprogramme entwickelt. Wird die Gefahr von Stau erkannt, erhält der Fahrverkehr von der A2 an der jeweiligen Lichtsignalanlage angepasste, längere Grünzeiten.

Durch diese gezielten verkehrstechnischen Maßnahmen können die Verkehrsströme nun mit erhöhter Sicherheit und hoher Verkehrsqualität abgewickelt werden, während Unfallhäufungen, Verkehrsbehinderungen und unnötig hohe Wartezeiten für alle Verkehrsteilnehmer der Vergangenheit angehören.

Leistungen zur Beseitigung der Unfallhäufungsstelle

  • Koordinierungsuntersuchung / Ermittlung der Zeit-Weg-Diagramme (Grüne Welle)
  • Verkehrstechnische Planung für verkehrsabhängig koordinierte Steuerungen mit variabler Umlaufzeit sowie vollverkehrsabhängige Einzelsteuerungen an 2 Lichtsignalanlagen
  • Erstellung des Leistungsverzeichnisses elektrotechnischer Teil
  • Abnahmen im Labor der Signalbaufirma
  • Abnahmen vor Ort bei der Inbetriebnahme

Auftraggeber:

Stadt Bad-Salzuflen
Kontakt: Herr Neitzner

Technische Daten:

  • Anzahl LSA: 2
  • verkehrsabhängig koordinierte Steuerung mit variabler Umlaufzeit, Einzelsteuerung

Projektzeitraum:

Planung und Ausführung: 2018

Stimmen zur Verkehrssteuerung:

"Hat sich bewährt" - Lippische Landeszeitung

"flüssiger Verkehr" - ein Pendler

"die jetzige Schaltung passt" - Stadt Bad Salzuflen

"Nichts Negatives" Spedition Bobe aus Bad Salzuflen mit mehr als 140 Sattelzugmaschinen über die neue Ampelanlage berichten. 

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